Als Team gegen die Pandemie

Projekt „Krisenhilfe Neckarbischofsheim“ wird von großem Helferteam getragen. Einkäufe und mehr für Kranke oder Quarantäne-Personen. Schutz der Helfer ist wichtig.

Neckarbischofsheim. In Zeiten, in denen Toilettenpapier ein vielbeachtetes Gut geworden ist, hat auch Günter Netzers Weisheit Hochkonjunktur: „Und gibt es keine Hoffnung mehr, kommt von irgendwo eine Rolle her“, so ließe sich das Bonmot der Fußballikone auf das ummünzen, was derzeit von privater Seite in Form einer Nachbarschaftshilfe organisiert wird. Die „Krisenhilfe Neckarbischofsheim“ ist eine Initiative, die vom Verein Generationen Netzwerk Neckarbischofsheim und der Bürgerbewegung der Aktiven Liste ins Leben gerufen wurde und durch Dirk Hartkopfs Integrationshilfeverein die systembasierte Unterstützung erhalten hat. Innerhalb kürzester Zeit wurde dadurch ein datenbankgestütztes System geschaffen, mit dessen Hilfe Kranke, Risikopersonen oder durch Quarantäne ans Haus gebundene Menschen durch den gezielten Einsatz ehrenamtlicher Helfer mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt werden können. Der Service ist, das betonen die Organisatoren um Angelika Heller, Thomas Seidelmann und Dirk Hartkopf unisono, selbstverständlich kostenlos für alle Betroffenen im gesamten Stadtgebiet. Auch als Helfer in ungewöhnlichen Situationen fungieren die Krisenhelfer: Eine kranke Katze musste anfangs der Woche dringend zum Tierarzt. Der Auftrag wurde prompt erledigt! 

Über 6000 Personen klickten die Meldung über die Nachbarschaftshilfe auf der Facebook-Seite der Aktiven Liste bislang an. Damit auch Menschen von der Aktion erfahren konnten, die in der Welt von Social Media nicht daheim sind, kreierten Dirk Hartkopf und Beata Hartkopf-Prehm ein von der Druckerei Ziegler gesponsertes Flugblatt, das am vergangenen Wochenende an jeden Haushalt in allen drei Stadtteilen verteilt wurde. Darauf sind nicht nur die vier Telefonnummern zu finden, die werktags und an Samstagen zwischen 10 und 18 Uhr angerufen werden können – auch die Vorgehensweise wird beschrieben. Denn bei aller Hilfsbereitschaft soll auch der Schutz der Helfer nicht leiden. Deshalb wird beispielsweise auf Bargeldaustausch zwischen Hilfsbedürftigen und Helfern verzichtet.

Tagesaktuelle Informationen zum Projekt liefern die Facebook- und die Internetseite der Aktiven Liste (www.aktive-liste.de) sowie die Homepage des Integrationshilfevereins unter www.ih-nbh.de.

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